Sony patentiert visuelle Hinweise statt Spielgeräuschen

Sony hat ein System entwickelt, das gehörlosen und schwerhörigen Spielern die Orientierung in Spielen erleichtern soll. Die Technologie erkennt die Bedeutung von Tonsignalen und ersetzt sie durch visuelle Anzeigen. So kann etwa ein Symbol vor Gefahr warnen, und nähert sich ein Monster, erscheint auf dem Bildschirm ein Schriftzug, der ein Knurren nachahmt.

Sony patentiert visuelle Hinweise statt Spielgeräuschen
Foto: GROK

Die Besonderheit der Lösung besteht darin, dass der Zweck eines Geräuschs bereits vor seiner Wiedergabe bestimmt wird. Das System kann Warnungen vor einer Bedrohung von Geräuschen unterscheiden, die Spannung erzeugen oder die Atmosphäre der Umgebung vermitteln. Anschließend wird der passende Hinweis auf dem Bildschirm angezeigt.

Wichtig ist nicht nur das Signal selbst, sondern auch sein Erscheinungsbild. Farbe, Helligkeit und Transparenz der Hinweise können sich je nach Lautstärke und Art des Geräuschs ändern. Dadurch erfasst der Spieler das Geschehen schneller, auch wenn er den Ton nicht hört.

Zudem schlägt Sony vor, die Richtung anzuzeigen, aus der ein Geräusch kommt. Dafür können LEDs rund um den Bildschirm oder am Rand des Touchpads des DualSense-Controllers dienen. Die Beleuchtung zeigt zum Beispiel, von welcher Seite sich ein Gegner nähert.

Ein eigener Abschnitt des Patents widmet sich der Unterstützung älterer Spiele. Das Betriebssystem oder eine spezielle Anwendung könnte Audiodateien analysieren, mit Kennzeichnungen versehen und visuelle Hinweise erzeugen, ohne den ursprünglichen Spielcode zu verändern.

Sollte sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen lassen, würde er die Barrierefreiheit auch jener Titel verbessern, bei denen die Entwickler solche Funktionen ursprünglich nicht vorgesehen hatten.