Microsoft erklärt, warum der Task-Manager in Windows 11 hängt
Microsoft hat erläutert, warum der Task-Manager in Windows 11 häufig genau dann nicht mehr reagiert, wenn Nutzer ihn am dringendsten brauchen. Besonders oft tritt das Problem auf, wenn ein eingefrorenes Spiel oder ein Browser mit vielen offenen Tabs beendet werden soll.

Die Erklärung stammt von Raymond Chen, einem Ingenieur des Unternehmens. Ihm zufolge verbraucht der Prozessor in Phasen der Spitzenlast alle seine Ressourcen für die laufenden Aufgaben. Dadurch fehlt dem Task-Manager die nötige Rechenleistung, um sein Fenster darzustellen oder einen Mausklick zu verarbeiten.
Das Betriebssystem kann dem Programm zudem keinen uneingeschränkten Vorrang vor allen anderen Prozessen einräumen. Selbst wenn die Priorität in Windows 11 erhöht wird, kann die Anwendung keine CPU-Kerne nutzen, die bereits durch eine rechenintensive Operation blockiert sind.
Zur Veranschaulichung verglich Chen die Situation mit einer Schlange an der Supermarktkasse. Auch ein Kunde mit Anspruch auf bevorzugte Abfertigung muss warten, bis der Kassierer den vorherigen Kunden fertig bedient hat.
Besonders deutlich zeigt sich das Problem bei der grafischen Oberfläche. Zur Ausgabe von Bildern auf dem Bildschirm greift der Task-Manager auf das Benutzeroberflächen-Subsystem von Windows zu, das bei hoher Auslastung durch Anfragen anderer Programme überlastet sein kann.
Der Ingenieur wies außerdem darauf hin, dass selbst die höchste Prioritätsstufe, bekannt als Real-time priority, die Hänger nicht beseitigt. Der Grund: Die Eingabe-Threads von Tastatur und Maus werden in jedem Fall mit normaler Priorität verarbeitet.