Entwickler baut Computer mit Intel 486 im Browser nach
Der Entwickler Jan de Jager hat mit Retro486 einen Emulator für einen Personal Computer auf Basis des Prozessors Intel 80486DX2-66 vorgestellt, der direkt im Browser läuft. Der Softwareteil ist in JavaScript geschrieben und erlaubt es, die Konfiguration der virtuellen Maschine zu ändern: Prozessor, Hauptplatine, Laufwerke und Erweiterungskarten.

Laut Tom’s Hardware umfasst die Standardkonfiguration eine Grafikkarte für den VLB-Bus, eine Soundkarte Sound Blaster 16 für den ISA-Bus, einen Multi-I/O-Controller und einen Netzwerkadapter. Der Emulator nutzt die Firmware SeaBIOS und VGA BIOS. Nutzer können Geräte hinzufügen und entfernen, deren Einstellungen anpassen und sogar eigene virtuelle Erweiterungskarten erstellen.
Zur Analyse des Systems gibt es einen eigenen Bereich. Dort lassen sich die Prozessorregister, der Inhalt von Arbeits- und Videospeicher, das BIOS und die Bootsektoren einsehen. Die Bedienung erfolgt über einen virtuellen Röhrenmonitor, der Bildzeilen simuliert und sowohl Farb- als auch Monochromdarstellung unterstützt.
Der Emulator ist mit FreeDOS kompatibel und für den Start klassischer Spiele wie Doom und Wolfenstein 3D ausgelegt. Nutzer können virtuelle Festplatten anlegen und eigene Abbilder im Format .img und .iso laden. Hardwareeinstellungen und Änderungen auf den virtuellen Laufwerken werden im Browser gespeichert und stehen in späteren Sitzungen weiterhin zur Verfügung.
Bei Tests der Redaktion von Tom’s Hardware ließ sich FreeDOS erfolgreich starten, einige Spiele brachen jedoch mit Fehlern ab. Laut den Angaben kam bei der Entwicklung des Emulators die KI Claude zum Einsatz. Die Demoversion läuft direkt im Browser und erfordert keine zusätzliche Software.