Asus schließt drei Sicherheitslücken in Routern
Asus hat ein dringendes Firmware-Update für seine Router veröffentlicht. Es behebt drei Schwachstellen, die es Angreifern unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen, Administratorrechte ohne Eingabe eines Passworts zu erlangen. Der Hersteller fordert die Nutzer auf, das Update so schnell wie möglich zu installieren.

Zwei der drei Schwachstellen erhielten nach dem Bewertungssystem CVSS 4.0 die höchsten Schweregrade, der Spitzenwert liegt bei 8,7 von 10 Punkten. Das deutet auf eine ernste Gefahr für die Sicherheit von Heim- und Büronetzwerken hin.
Die erste Schwachstelle ist unter der Kennung CVE-2026-75775 registriert und betrifft einzelne Asus-Router mit Firmware der Serie 3.0.0.6_102. Ein Angreifer in einem angrenzenden Netzwerk kann damit ohne Authentifizierung administrativen Zugriff erlangen. Ihre Gefährlichkeit wurde mit 7,7 von 10 Punkten bewertet.
Die beiden anderen Schwachstellen, CVE-2026-75779 und CVE-2026-93489, wurden mit 8,6 beziehungsweise 8,7 Punkten bewertet. Für die Ausnutzung der ersten ist eine Mitwirkung des Nutzers erforderlich. Die zweite erlaubt es einem Angreifer aus einem angrenzenden Netzwerk, ohne Authentifizierung und ohne jede Interaktion mit dem Gerätebesitzer vorzugehen.
Eine vollständige Liste der betroffenen Modelle sowie eine detaillierte technische Beschreibung der beiden letztgenannten Schwachstellen hat das Unternehmen bislang nicht veröffentlicht.
Als wichtigste Schutzmaßnahme nennt Asus die Installation der aktuellen Firmware-Version. Ist ein sofortiges Update nicht möglich, empfiehlt der Hersteller, einzigartige und komplexe Passwörter mit mindestens 10 Zeichen für die Verwaltungsoberfläche und für das WLAN festzulegen. Außerdem sollte der Fernzugriff auf den Router über WAN deaktiviert und die Verbindung nur vertrauenswürdigen Geräten erlaubt werden.
Nach der Installation des Updates empfiehlt es sich, die Einstellungen zu prüfen, unbekannte Geräte aus der Liste der verbundenen Geräte zu entfernen und verdächtige Sitzungen in den zugehörigen mobilen Apps zu beenden. Anschließend muss der Router neu gestartet werden.