Ohne Auslagerungsdatei kann Windows auch mit 32 GB abstürzen

Experten des Magazins PC Games Hardware haben Nutzer vor den Risiken gewarnt, die mit der Deaktivierung der Auslagerungsdatei in Windows verbunden sind. Anlass ist die Verbreitung der Annahme, diese Funktion werde nur bei Computern mit wenig Arbeitsspeicher benötigt, während Besitzer von Geräten mit 32 GB problemlos darauf verzichten könnten.

Ohne Auslagerungsdatei kann Windows auch mit 32 GB abstürzen
Foto: WINDOWS LATEST

Nach Angaben des Magazins trifft diese Behauptung nicht zu. Die Auslagerungsdatei dient gewissermaßen als Erweiterung des Arbeitsspeichers: Das System verschiebt dorthin Programmdaten, die verändert, aber längere Zeit nicht benötigt wurden. Dadurch wird Platz für die aktuellen Aufgaben des Nutzers frei.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Arbeitsweise der Anwendungen selbst. In der Regel reservieren Programme im Voraus mehr Speicher, als sie im jeweiligen Moment tatsächlich verwenden. Jede dieser Anforderungen wird auf die Obergrenze für die Speicherzuweisung angerechnet, das sogenannte Commit Limit.

Wird die Auslagerungsdatei deaktiviert, sinkt diese Grenze unter die Größe des physischen Arbeitsspeichers. Ist sie erschöpft, kann Windows neue Anforderungen von Anwendungen nicht mehr erfüllen. Die Folgen sind Programmabstürze, Hänger und in einigen Fällen der Ausfall des gesamten Systems.

Eine solche Situation kann sogar dann eintreten, wenn der tatsächliche Arbeitsspeicher nicht vollständig belegt ist. Eine große RAM-Menge garantiert somit keinen stabilen Betrieb bei deaktivierter Auslagerungsdatei.

Zur Untermauerung ihrer Position verweisen die Autoren auf die offizielle Dokumentation von Microsoft. Das Unternehmen empfiehlt nachdrücklich, die Auslagerungsdatei aktiviert zu lassen, da sie ein wichtiger Schutzmechanismus ist, der Systemabstürze verhindert.