Alienware bindet Ryzen 9950X3D an eigene Mainboards
Alienware steht erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, und zwar wegen einer Praxis, die die Freiheit der Nutzer einschränkt: Die Prozessoren in den Fertig-PCs des Unternehmens sind fest an die Mainboards des Herstellers gekoppelt. Darüber berichtet das Portal Wccftech.

Betroffen ist der Besitzer eines Alienware Area 51, der auf Reddit unter dem Namen Designer_Teaching_33 registriert ist. In seinem System arbeitet der 16-Kern-Spitzenprozessor Ryzen 9950X3D. Kürzlich entschied sich der Nutzer, das ursprüngliche Mainboard auszutauschen, da er dessen Ausstattung für unzureichend hielt.
Nach dem Austausch erkannte das System den Prozessor nicht mehr. Der Besitzer versuchte, den Chip auf mehreren anderen Mainboards zu starten, doch keines konnte den Startvorgang abschließen. Fachleute der nächstgelegenen Werkstatt erklärten, die Ursache sei die Technologie Platform Secure Boot, mit der der Hersteller den Prozessor an die eigene Platine gebunden habe.
Dadurch ist der Einsatz eines solchen Chips in Systemen anderer Anbieter nicht mehr möglich. Faktisch verliert der Besitzer das Recht, über eine erworbene Komponente frei zu verfügen, was bei den Nutzern auf Kritik stößt.
Die Journalisten von Wccftech betonen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. In Fachforen finden sich zahlreiche Berichte über eine ähnliche Sperrung bei Prozessoren der Serien Ryzen 5000 und Ryzen 7000, die gemeinhin als Vendor Lock bezeichnet wird.
Zudem ist diese Praxis nicht auf Alienware beschränkt. Ähnliche Einschränkungen wurden bereits bei anderen großen Herstellern von Fertigcomputern beobachtet, insbesondere bei Lenovo und Dell.