Vier DDR5-Speichermodule können die Leistung von Spielesystemen verringern
Die Redaktion des Fachmagazins PC Games Hardware hat auf ein Problem aufmerksam gemacht, das bei einzelnen Nutzern moderner Plattformen auftritt. Den Angaben zufolge kann der gleichzeitige Einbau von vier DDR5-Arbeitsspeichermodulen die Geschwindigkeit des Computers beeinträchtigen, die Bildrate senken und Eingabeverzögerungen verursachen.

Ein Leser berichtete von einer schlechteren Systemleistung bei einer Konfiguration mit Ryzen 7900X3D, RTX 4090 und dem Mainboard ASUS TUF GAMING B650-PLUS WiFi. Nachdem er alle Steckplätze mit vier DDR5-6000-Modulen belegt hatte, stellte er einen Rückgang der Bildrate und deutlich spürbare Verzögerungen fest.
Ein weiteres Community-Mitglied schilderte eine ähnliche Beobachtung. Nach seinen Angaben lag die Bildrate in Shadow of the Tomb Raider mit vier Modulen um 20 fps niedriger als mit zwei Modulen. Die Autoren der Veröffentlichung führen dies auf die Funktionsweise der aktuellen Prozessoren und Speicher zurück.
Der Speichercontroller ist direkt in den Prozessor integriert. Bei vier Modulen entfallen auf jeden Kanal zwei Module statt eines, wodurch die Anforderungen an die Signalqualität steigen. Das System arbeitet dabei weiterhin im Dual-Channel-Modus, sodass die zusätzlichen Module keinen Vorteil bei der Speicherbandbreite bringen.
Die höhere elektrische Belastung des Controllers erschwert einen stabilen Betrieb des Speichers bei hohen Taktfrequenzen. Deshalb muss die Plattform häufig die Geschwindigkeit reduzieren oder mit Leistungseinbußen arbeiten.
Um solche Folgen zu vermeiden, wird Nutzern moderner Prozessoren empfohlen, DDR5-Kits aus zwei Modulen zu wählen. Wird mehr Kapazität benötigt, ist es sinnvoller, zwei Module mit höherer Kapazität zu erwerben, anstatt weitere Module zu den bereits installierten hinzuzufügen.