Neue BIOS-Versionen für AM5 destabilisieren DDR5-Speicher

Das Magazin PC Games Hardware berichtet, dass Besitzer von Mainboards mit dem Sockel AM5 über einen instabilen Betrieb des DDR5-Arbeitsspeichers klagen. Die Probleme traten nach der Installation von Firmware auf Basis von AGESA 1.2.8.0 und AGESA 1.3.0.0a auf.

Neue BIOS-Versionen für AM5 destabilisieren DDR5-Speicher
Foto: GAMES HARDWARE

Ursache ist eine Änderung des Refresh-Modus der Speicherzellen, die automatisch erfolgt. AMD hat zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen die Sicherheitslücke Rowhammer eingeführt, was sich auf das Verhalten der Firmware ausgewirkt hat.

Nach dem Update wechseln die Mainboards selbstständig vom Standardmodus Normal Mode in den Mixed Mode. Im ersten Fall war das Timing tRFC1 ausschlaggebend, im zweiten sind tRFC2 und tRFCsb die wichtigsten Parameter.

Wurden diese Timings zu aggressiv eingestellt, kann das System Fehler zeigen und von selbst neu starten. In manchen Fällen schließt der Computer das Speichertraining beim Start gar nicht erst ab.

Das Problem tritt nicht nur bei manuellem Übertakten auf. Es kann ebenso bei der Verwendung von EXPO-Profilen entstehen.

Beheben lässt sich die Störung auf zwei Wegen: durch höhere Werte für die Timings tRFC2 und tRFCsb oder durch die manuelle Auswahl des Refresh-Modus der Speicherzellen. Die zweite Möglichkeit bieten Mainboards von ASUS, MSI und GIGABYTE.